Die Motivation war die, dass teure Peripherie auf mehrere
Anwender aufgeteilt werden soll. Ein Rechner (der
Server) wurde sehr gut ausgestattet, die PC`s an den Arbeitsplätzen (die Clients) waren weniger leistungsfähig.
Ziele:
·
Datenverbund: Zugriff auf geographisch verteilte
Daten.
·
Lastverbund: Verteilung von Lasten in
Stoßzeiten auf andere Rechner.
·
Funktionsverbund: Einbeziehung der Fähigkeiten
spezieller, durch das Netz zugreifbarer Rechner oder Geräte.
·
Leistungsverbund: aufwendige Probleme auf mehrere
Rechner verteilt
·
Verfügbarkeitsverbund: Steigerung der Verfügbarkeit des
Gesamtsystems auch bei Ausfall mehrerer Komponenten.
Peer- to- Peer:
jedes System im Netz kann anderen Systemen Funktionen
und Dienstleistungen
anbieten und von anderen Systemen
deren angebotenen Funktionen und Dienstleistungen nutzen.
Vorteil: Für kleine Arbeitsgruppen bis zu 15
Arbeitsplätze.
Man spart einen Server
Nachteil: Behinderung der lokalen Arbeit durch Freigabe von eigenen Resourcen.
Datenschutz
wird erschwert.
Client-Server: Es gibt einen oder mehrere Systeme im Netz die Funktionen
und
Dienstleistungen bereitstellen (Server) und alle anderen (Clients) können diese
nutzen.
Clients: Arbeitsplatzrechner nutzen die
von den
Servern angebotenen Dienstleistungen. Diese Rechner sind
meist weniger gut ausgestattet.
Server:
bieten den Clients Funktionen an und ermöglichen
die Netz-Administration. Sind üblicherweise die am besten
ausgebauten Rechner im Netz. Am Server läuft auch das Netzwerkbetriebssystem.
NBS = Netzwerk Betriebssystem
Dieses Programm erlaubt die gemeinsame, geordnete Benutzung
von Betriebsmitteln und die Installation von Software für die Implementierung
zusätzlicher Dienste.
Anforderungen an ein NBS:
·
Ergonomische
Arbeitsoberfläche für Benutzer und Systemverwalter
·
Benutzererfassung
nach einem Environment Konzept
·
Verwaltung
von Ressourcen (Datei - Locking,...)
·
Netzwerkmanagement
Environment - Konzept: ein Benutzer sieht die ihm zur Verfügung
stehenden Möglichkeiten nicht explizit, sondern er sieht einen Objektraum und
Operationen (Programme) auf diesen Objekten, zu deren Ausführung er autorisiert
ist. Etwas, was über seinen Autorisationsrahmen hinausgeht, darf er nicht.
Oder:
Jeder Benutzer hat eine eigene Arbeitsumgebung. Der Benutzer weiß nicht, was sich sonst noch im Netzwerk verbirgt.
Dedicated Server: Server
realisiert die Dienste für das Netz.
Vorteil: bessere Stabilität und Performance
LAN-Manager: Sind Anwendungsprogramme auf einem
Betriebssystem (Dos - OS/2)
Vines von Banyan: basiert auf UNIX
und ist ein echtes NBS, für
globale Netzwerke.
ISO - OSI Modell
ISO =International Standards Organisation
OSI =Open Systems Interconnection (OSI)
Um eine möglichst standardisierte Kommunikation in
Netzwerken zu ermöglichen wurde ein Modell für die Kommunikation zwischen
unterschiedlichen Netzwerkkomponenten entwickelt. ->ISO-OSI
6 Darstellungsschicht
5 Kommunikations-Steuerungsschicht
3 Vermittlungsschicht
2 Sicherungsschicht
1 Bit -Übertragungsschicht
Schicht 1 -
Bit-Übertragungsschicht
Definiert das Übertragungsmedium und das physikalische
Umfeld für die Datenübertragung. Es findet die eigentliche Übertragung der Daten
in Form eines transparenten Bit-Stromes statt.
Geräte dieser Schicht: Modems - Transceiver - Repeater->
Empfangene Signale werden beim Durchgang verstärkt und
regeneriert.
Verantwortlich für eine fehlerfreie Übertragung des
Bit-Stromes. Bits werden in Datenpakete unterteilt.
Geräte: Bridges: interpretieren die einzelnen empfangenen
Datenpakete und treffen aus den enthaltenen Informationen
eine Wegwahl.
Schicht 3 - Vermittlungsschicht
Stellt die Funktion der Wegefindung (Routing) zur Verfügung.
Mehrere Netzwerke können so zu einem logischen Gesamtnetzwerk gekoppelt werden.
Geräte: Gateways -
Vermittlungsknoten oder Router.
Router eignen sich zur Verbindung von unterschiedlichen
Netzen und Netzstrukturen.
Stellt eine transparente Datenübertragung zwischen
Endsystemen zur Verfügung.
Werden als
Anwendungsschichten bezeichnet.
Schicht 5 sorgt für die Prozesskommunikation und das
Umsetzen und Darstellen der Informationen, die zwischen zwei (offenen) Systemen
ausgetauscht werden.
Schicht 6 codiert/decodiert die Daten für das jeweilige
System.
In Schicht 7 werden die anwendungsspezifischen Protokolle bereitgestellt.
(filetransfer, elektronische Post, telnet)
Beim Übertragen von Daten werden auch zusätzliche Daten
übertragen z.B Prüfsummen -
Steuerinformationen - Adressen. Sie stellen ein zusätzliches Datenaufkommen
dar. Das hat natürlich einen Einfluss auf den Datendurchsatz und die
Performance des Netzwerkes. Die Daten müssen am Quellrechner „verpackt“ und am
Zielrechner wieder in der umgekehrten Reihenfolge „ausgepackt“ werden. Befinden
sich auf der Übertragungsstrecke noch Gateways oder Router, die ein Umpacken
der Daten vornehmen, summiert sich das alles zusammen.
verbindungsorientierte
Protokolle:
z.B. TCP, OSI
- Protokoll 8072/73
Garantieren eine sichere Übertragung zwischen 2 Endsystemen
und es wird überprüft, ob das Paket beim Empfänger angekommen ist.
Es wird der gesicherte Verbindungsaufbau und die
Aufrechterhaltung der Verbindung während des gesamten Datentransfers und ein
gesicherter Abbau der Verbindung geprüft.
Fehlerhafte oder verloren gegangene Daten werden erneut
gesendet.
Nachteil: wesentlich langsamer
Vorteil: sicher bei Übermittlung von großen Datenmengen
verbindungslose Protokolle:
z.B. UDP
es gibt keine Überprüfung ob Pakete richtig angekommen sind.
Kein Verbindungsaufbau und –Abbau. Fehlerhafte Daten werden
nicht mehr übertragen.
Vorteil: die Performance ist besser.
Teil 2:
LAN-Grundtypen – Steuerungsverfahren – Medien – Topologien und
Verkabelung
Ab der Schicht 4(-Transportschicht-) darf eine Unterscheidung
nicht mehr vorgenommen werden, damit eine Anwendung oder ein Anwender sich
nicht mehr weiter mit technischen Einzelheiten und Unterschiede in der
Netzstruktur verschiedener Netzte auseinandersetzen muss.
Ethernet:
Ethernet-Basis ist das CSMA/CD-Protokoll. Der große Vorteil
von Ethernet ist seine recht große Verbreitung und Akzeptanz in der Industrie,
Forschung und Entwicklung. Ethernet arbeitet mit einer
Übertragungsgeschwindigkeit von 10Mbit/s und nutzt als Übertragungsmedium das
Koaxialkabel. Der passive Anschluss der Endgeräte erfolgt über Transceiver. Die
maximale Entfernung zwischen zwei Transceivern ohne Verwendung von
Regeneratoren beträgt
2,5 km, wobei bis zu 1024 Endgeräte an ein Ethernet
anschließbar sind.
Im Zuge der strukturierten Verkabelung baut man moderne
Ethernetsysteme heute sternförmig auf. Jede Station bekommt seinen eigenen Anschluss an einen Sternverteiler
(Hub), in dem praktisch der Bus auf sehr kleinem Raum realisiert ist. So kann
man Fehler viel schneller isolieren.
Bezeichnungsstandards: n/ Base/Broad k /T /F
n=
nominale Datenrate in Mbit/s
Base/Broad
= Basisband oder Breitband
k=
maximale Ausdehnung eines Segmentes in
in 100m
T=Twisted
Pair
F= Fiber Optic
Heute sind nur mehr die Varianten 10Base-T und 10Base-F und
höher von Interesse (10Mbit/s)
Token - Ring:
Das Token - Ring Verfahren legt genau fest zu welchem Zeitpunkt
eine angeschlossene Station senden darf. Dazu wird ein Token verwendet. Dieser
Token wird von Station zu Station weitergegeben und signalisiert ob eine
Station senden darf oder nicht. Es können bis zu 260 bzw. 72 Endgeräte bei
einer Übertragungsgeschwindigkeit von 4 bzw. 16 Mbit/s angeschlossen werden.
Diese Geschwindigkeit ist für die Bürokommunikation und ähnliche Zwecke
ausreichend.
Der Anschluß der Endgeräte erfolgt über einen
Ringleitungsverteiler. Die Kabel vom Ringleitungsverteiler an das Endgerät
werden Lobe genannt. (Bei Ethernet Transceiver – Kabel)
Collapsed
Backbone:
Verschiedene
Teilnetze hängen sternförmig an einem übergeordneten Server.
Sekundär Verkabelung, verschiedene
Leitungen für jedes Stockwerk
Distributed
Backbone: Baum-Topologie
Collapsed
Backbone: Stern-Topologie
FDDI: Ursprünglich für
Glasfasernetze entwickeltes Token - Protokoll mit dem Vorteil großer
Reichweiten und hoher Geschwindigkeit (100Mbit/s). In weiterer Folge auch für
andere Medien adaptiert.
Skizze:
vier unterschiedliche Schicht
2-Verfahren:
CSMA/CD,
FDDI, Token-Bus, Token-Ring
LLC
Aufgabe:
Logisches Verbindungsprotokoll, so dass für alle Schichten
ab der Oberkante der Schicht 2 ein einheitliches LAN-Transportprotokoll
existiert.
LLC 1:
Not Acknowledged Connectionless Service
Punkt- zu -Punkt
Rundsendung
Es werden Datagramme ohne den Aufbau einer expliziten
logischen Verbindung geschickt, auf die keine Bestätigung zu folgen braucht.
LLC 2:Acknowledged
Connectionless Service
Wie vorher nur mit
Empfangsbestätigung
LLC 3:Connection
Oriented Service
Punkt- zu -Punkt-Verbindungen werden auf der Ebene 2
etabliert. Es werden Pakete über diesen logischen Kanal ausgetauscht. Dabei
gibt es Sequencing, Flusskontrolle und Wiederaufsetzen nach Fehlern.
Der Anwender kann entscheiden ob er eine sehr simple
Protokollvorschrift benutzt (LLC1) wenn er sicher ist, dass es wenig Störungen
auf dem System gibt, oder eine komplexere Protokollvorschrift wie LLC2 bei
empfindlicherer Umgebung.
Koaxial-Kabel:
Besteht aus einem Innenleiter und, durch eine
Isolationsschicht getrennt, dem konzentrisch angeordneten Außenleiter.
Yellow Cabel oder auch Thick - Ethernet
Durchmesser ca. 10 mm, für den Einsatz mit Ethernet mit 10Mbit/s.
Vorteil: bei laufenden Betrieb können Stationen an das Netz angeschlossen werden.
Nachteil: schwer zu verlegen
Reichweite: bis 500m
Black Cabel
Durchmesser ca. 4,6 mm, für den Einsatz mit Ethernet mit
10Mbit/s.
Vorteil: 1. durch flexiblen Innenleiter leichter zu verlegen
2. maximale Ausdehnung des Netzes 1/3
gegenüber dem Cheapernet Cabel oder auch Thin - Ethernet
Reichweite: 185m
CATTV(Community
Antenna TV)
Koaxialkabel wie beim Kabelfernsehen. Werden bei Hochleistungsverbindungen
(„Backbones“) eingesetzt. Übertragungsgeschwindigkeit bis 100 Mbit/s.
Twisted-Pair:
Besteht aus paarweise
verdrillten Kupferleitungen.
Vorteil:
Preisgünstig
Übertragungsgeschwindigkeit
von 10-100 Mbit/s
Reichweite:
100m
UTP: Unshielded Twisted
Pair
Gemeinsame Abschirmung
der verdrillten Leitungspaare
STP: Shielded Twisted Pair
Gesonderte Abschirmung
jedes verdrillten Leitungspaares.
Glasfasern:
Für
Hochleistungsverbindungen bis 100 Mbit/s.
VT: einfache Verlegung, Unempfindlichkeit gegenüber
elektromagnetischen Störungen, Abhörsicherheit und hohe Bandbreite
Entfernung 2000m bis zu 100 km
NT: kostenintensive Anschlusstechnik
Ein direkter Anschluss der Endgeräte wird daher selten durchgeführt.
Meist über einen Hub der die Umsetzung von Glasfaser auf Twisted - Pair
durchführt.
Luft:
Klassisches
Diffusionsmedium (eine Station sendet, alle
können mithören)
Einsatzbereiche:
-
Drahtlose
LAN: über Infrarot oder Funk
-
Richtfunkstrecken:
Hochleistungs- Funkverbindungen im MAN-Bereich, -> Datenhighway
-
Satellitenverbindung:
für GAN
Strukturierte Verkabelung: bedarfsorientierte Einsatz
unterschiedlicher
Übertragungsmedien innerhalb eines (lokalen) Netzwerkes mit
dem Ziel eines leistungsfähigen und zukunftssicheren Verkabelungssystems.
Ziele:
- auch neue Produkte und Anwendungen
einsetzbar
-
bereits
bestehende Geräte sollen einbezogen werden
-
übermittelte
Daten sollen sicher und vor unberechtigten Zugriff geschützt sein.
-
Leicht
zu installieren und wartungsarm
·
Primärverkabelung (Campus-Verkabelung)
Verbindet einzelne Gebäude auf einem Gelände.
Merkmale: besitzen eine hohe Übertragungskapazität und eine hohe Störungs-
und Abhörsicherheit, Potentialtrennung zwischen den Gebäuden. Muss für eine
Vielzahl (auch zukünftiger) Dienste geeignet sein.
Medium: Glasfaser
Topologie: ring- und/oder sternförmig
·
Sekundärverkabelung(vertikale Verkabelung)
Verbindet einzelne Stockwerke eines Gebäudes.
Merkmale: hohe Übertragungskapazität
Medium: Glasfaser
Topologie: ring- oder sternförmig
·
Tertiärverkabelung (horizontale Verkabelung)
Beginnt an einem Konzentrationspunkt auf der Etage und endet
am jeweiligen Endgerät.
Merkmale: hohes Maß an Flexibilität (verschiedene Endgeräte)
Sowohl für LAN als auch für Telekommunikationsdienste
nutzbar sein,
kostengünstige Installation und Wartung ermöglichen
Medium:
Twisted- Pair- Kabel
Topologie: sternförmige Verkabelung
Geräte: Brücken – Router - Hubs
EMV= Elektromagnetische Verträglichkeit
Andere Geräte sollen durch die elektromagnetischen Strahlen
nicht gestört werden.
Aktuelle Netzwerke
10Base5 Standard-Ethernet
(Yellow Cable)
10Base2 Thin-Ethernet (Cheapernet)
10BaseT Ethernet auf Twisted-Pair
10Broad36 Ethernet auf Breitband
10BaseF Ethernet auf Lichtwellenleiter
Der 100BaseX-Standard besteht aus einer Kombination der
CSMA/CD-Mechanismen und einigen Teilen der FDDI - Technologie.
Übertragungsmedien: Glasfaser (100BaseFx) und
Twisted
Pair (100BaseTx und 100 BaseT4)
Oberhalb der physikalischen Schicht werden die altbekannten
CSMA/CD-Mechanismen benutzt. Dies garantiert auch eine Rückwärtskompatibilität,
so dass die bisher getätigten Investitionen für die Kabelinfrastruktur bei dem
Einsatz von 100BaseX Komponenten abgesichert ist. Auf der logischen Ebene
ändert sich nichts gegenüber dem alten 10-Mbit/s Standard. -> bisher
eingesetzte Software kann verwendet werden.
Negotiation - Prozess:
Automatisches Konfigurieren der Link-Segmente. Benutzer kann
ohne große Probleme in einem Netz sämtliche Fast Ethernet- oder
10Mbit/s-Produkte installieren und muss sich nicht um die spezifischen
Konfigurationen bereits installierter Komponenten kümmern. Der Negotiation -
Prozess ermöglicht zwei Komponenten, die an einem Link-Segment angeschlossen
sind, untereinander Parameter auszutauschen und mit Hilfe der Parameter auf die
unterschiedlichen Eckwerte der Kommunikation einzustellen.
Vorteile von Fast Ethernet (100BaseT):
·
attraktiver
Preis, nicht teurer als 10BaseT
·
100BaseT
basiert auf den neuesten Verkabelungsspezifikationen
·
Geschwindigkeitssteigerung
um Faktor 10. Verwendet CSMA/CD
VG= Voice Grade: definiert die Anforderungen, die an das Kabel
gestellt werden.
Kollisionen werden dadurch vermieden, dass die Verbindung
eine Punkt- zu- Punkt Verbindung ist. Eine Station kann entweder senden oder
empfangen, nie beides gleichzeitig.
Die bevorzugte Verkabelungsform ist
die Sterntopologie.
Als Übertragungsmedien werden Twisted - Pair (das UTP und
STP- Kabel) und Glasfaserkabel eingesetzt.
Die maximale Länge eines Kabels zwischen Station und Hub
darf bei UTP/STP nicht länger als 150 m und bei Glasfaser nicht länger als 2km
betragen.
Der Hub führt eine Paket-Vermittlung durch. Dadurch ist das
System in der Lage, die Datenpakete nur auf die Leitung weiterzuleiten, die das
Endgerät(Zieladresse) angeschlossen hat.
Store & Forward Switching
Jedes von einer Bridge empfangene Datenpaket wird als
komplettes Paket zwischengespeichert und anhand der Bridge-Kriterien entweder
verworfen oder an den entsprechenden Port weitergeleitet.
Cut-Through-Forward
Switching
Bei dieser Methode startet der Forwarding - Prozess sofort,
wenn die sechs Byte lange Destination- Adresse von dem Switch Controller
gelesen wird. Diese Methode reduziert die Verzögerungszeit zwischen dem
Empfangs- und dem Sendeport dadurch, dass das gesamte Datenpaket nicht
zwischengespeichert wird.
NT: es können Datenpakete verloren gehen
Cellbus Switching
Als Zelle wird ein Datenblock mit einer festen Größe
bezeichnet. Diese Zelle hat eine definierte Übermittlungszeit. Der Switch dient
als Daten-Highway zwischen Sende- und Empfängerport. Die Zellen werden an den
Empfänger, in der gleichen Reihenfolge wie sie empfangen wurden,
weitergeleitet.
Der ursprüngliche Sender hat das Gefühl, dass immer eine
direkte Verbindung mit dem Empfänger besteht. Dabei ist es unwichtig, ob der
Empfänger belegt ist oder nicht.
5 Merkmale:
Effektive kummulierte
Bandbreite
Gesamte zur Verfügung stehende
Bandbreite lässt sich mit Hilfe der Ports messen, die zur gleichen Zeit aktiv
sind – dürfen nicht dazu führen das Engpässe entstehen.
Latency
Verzögerungszeit in Mikrosekunden
gemessen – Zeitraum, der zwischen dem ersten vom Switch - Port empfangenen Bit
eines Datenpaketes vergeht bis zu dem Zeitpunkt, an dem dieses Bit den
Destination- Port des Switches wieder verlässt.
Durchsatz unter
maximaler Last
Hängt von der
Architektur des Switches ab
Stresssituationen
Ungültige Datenpakete,
Broadcasts/Multicasts sowie Überlastsituationen
Management
Durch die hohe Konzentration von
angeschlossenen Segmenten und Endgeräten ist der Switch die ideale Managementkomponente.
Backplane: datenmäßige
Verbindung der Einschübe eines Hubs über ein Bussystem an der Rückwand des
Chassis.
Latency: durch Store- and -Forward- Prozess
hervorgerufene Verzögerungszeiten
Trap: Alarmmeldungen
die vom Switch - Agenten beim Ausfall eines am Switch angeschlossenen
Endgerätes erzeugt wird.
Das zur Zeit einzige standardisierte Übertragungsmedium für
den Token Ring ist die paarweise geschirmte, verdrillte Vierdrahtleitung (STP),
Anforderungen nach höherer Übertragungsreichweite machen jedoch den Einsatz von
Glasfaserumsetzern nötig.
Übertragungsgeschwindigkeit: 4Mbit/s oder 16Mbit/s
Die Token - Ring -Topologie besteht aus vielen Sternpunkten,
die ringförmig miteinander verbunden sind. An diesen Punkten wiederum sind die
Endgeräte sternförmig angeschlossen.
Sternverteiler
PC’s
Early Token Release: nach dem Versenden eines Datenpaketes
generiert das System
sofort wieder ein Frei- Token. Dadurch können mehr als ein
Datenpaket auf dem Ring kreisen.
Wird bei neueren Token - Techniken Verwendet
(FDDI und
16Mbit/s-Token-Ring)
FDDI=Fiber-Distributed-Data-Interface
Die zu übertragende Information wird mit einem Lichtstrahl, meist
Laser, aufgeprägt. Der Lichtwellenleiter sorgt dafür, dass das modulierte Licht
und mit ihm die zu übertragende Information an einem Zielort ankommt, wo sie
vom optischen in ein elektrisches Signal umgesetzt wird.
Vorteile:
-
Unempfindlichkeit gegenüber elektrischen und magnetischen Störungen
-
Abhörsicherheit
-
Hohe Übertragungskapazität
-
Geringes Kabelgewicht, kleiner Kabelquerschnitt
Nachteile:
-
schwierige Verbindungstechnik
-
schwierige Verzweigungstechnik
-
teure Sender und Empfänger
Topologie bei FDDI: doppelte Ringtopologie
Medium: Glasfaser
Übertragungsgeschwindigkeit: 100Mbit/s
Räumliche Ausdehnung: 2 benachbarte Stationen max. 2km
entfernt
Protokoll: Media Access Control (MAC)
Definiert das FDDI - Paketformat,
den Netzzugriff, die FDDI - Adresserkennung, die Token -Verwaltung und das
Token- Timing.
Bei Stationen, die als aktive
Teilnehmer im FDDI-Ring eingebunden sind, läuft der gesamte Datenstrom des
Rings durch den MAC- Layer und wird vom Netzeingang auf den Netzausgang übertragen.
Will die MAC- Schicht selbst Daten übertragen, so muss sie bis zum Empfang
eines Tokens warten. Das Token wird aus dem Ring entfernt und statt dessen
sendet der FDDI- Controller das FDDI- Datenpaket auf den Ring. Danach wird
wieder ein Token generiert, und die Daten werden von Netzeingang auf den
Netzausgang übertragen.
Stationen: ????
Skizze: FDDI - Ring im Normalbetrieb
FDDI - Ring im Fehlerfall
DAS: Dual-
Attachment- Stations – FDDI-Geräte, die direkt an den
FDDI- Ring
angeschlossen werden können. (FDDI Klasse A)
DAC: ?????
SMT: Stations
Management – erkennt Fehler, wie Tokenverlust, kein optisches Signal uws. , die
auf einem FDDI -Netz auftreten können.
SAS: Single-
Attachement- Stations – FDDI- Geräte, die nicht direkt an den FDDI -Ring
angeschlossen werden können (FDDI Klasse B)
FDDI - Glasfaser: Es
können 50/125 µm und 62,5/125 µm Multimodefasern (Gradienten) verwendet werden.
In der Praxis 62,5/125 µm.
CDDI:
Copper- Distributed- Data- Interface
Ermöglicht den
Einsatz im Verkabelungsbereich von ungeschirmten Twisted-
Pair -Leitungen (UTP).
Steckertechnik RJ45-Verbindungstechnik. Es ist nur die
Anbindung von SAS-Stationen im
Endgerätebereich möglich.
SDDI: Shielded-Distributed-Data-Interface
Ermöglicht die Nutzung der vielfach vorhandenen Token- Ring-
Verkabelung. Als Kabel ist Shielded Twisted - Pair (STP) mit einer Segmentlänge
von 100 m vorgesehen. Es kommt der SUB-D9-Stecker zum Einsatz.
TP-PMD
(TP-DDI): Twisted-Pair-Physikal-Layer-Medium-Dependent
Definiert die Übermittlung von FDDI - Daten auf Twisted -
Pair Kabel bis zu einer max. Distanz von 100m.
Ist eine geschaltete, verbindungsorientierte LAN und WAN Technologie,
die eine nahezu unbegrenzte Anzahl von Benutzern
Hochgeschwindigkeitsverbindungen in frei skalierbarer Bandbreite und
verschiedener Dienstqualität anbietet. Es wird ein virtueller Kanal zwischen
Sende- und Empfangseinheit aufgebaut, der exklusiv für einen
Kommunikationsprozess zur Verfügung steht.
Die Bandbreite läßt sich dynamisch zuteilen.
Backbone-Strategien
1990-1992:
Distributed Backbone
1992-1994:
Collapsed Backbone
1994-1997:
Collapsed Backbone + Hubs-Switching-Fabrics
Entwicklungsstufen: Phase
1: ATM als Netzwerk-Interface
Phase 2: ATM als LAN-Hub
Phase 3: ATM als komplettes Netz
Switching - Fabrics: Synchrone
Schaltwerke, die mehrere Verbindungen parallel abhandeln können, ohne die
benachbarten Verbindungen
zu behindern.
Drahtlose
Netze
Hauptleistungsmerkmale:
Flexibilität, Mobilität, schnelle Installation
Sie sind universell einsetzbar, vor allem im mobilen Bereich
(Einbindung von Notebooks und Laptops), ad-hoc-Aufbauten (Sportveranstaltungen,
Katastrophenfälle) oder temporäre Installationen (Schulungen, Ausstellungen,
Konferenzen).
Als Technologien werden eingesetzt die Funkt- oder
Infrarot-Technik
Übertragungsart im Funk-LAN: Breitband-Datenübertragung in der
„Simplex“-Betriebsart nach dem Prinzip der Paketübertragung innerhalb der
Grenzen eines Grundstücks für geschlossenen Benutzergruppen.
Internetworking
Argumente
für eine Verbindung von mehreren Netzwerk-Inseln
-
größere
Ausdehnung eines bestehenden Netzes
-
Unterteilung
eines großen Netzwerks in kleinere Teilnetze
-
Verbindung
unterschiedlicher Netze mit verschiedenen Protokollen
-
Verbindung
unterschiedlicher Rechnerwelten
3 Rechnerebenen
-
Arbeitsplatzrechnerebene
(1)
Endgeräte sind PCs oder Workstations – sind untereinander in
der Regel mit Ethernet oder TokenRing -LAN vernetzt.
-
Abteilungsrechnerebene
(2)
PC-LAN-Server, Minis, kleine Mainframes versorgen
Arbeitsplatzrechner mit Anwendungsbezogener Leistung (Booten,
Anwendungssoftware, lokales NW-Management,....)
Abteilungsrechner sind mit PC-LAN der (1) verbunden und
andererseits mit (3)
-
Großrechnerebene
(3)
Ein oder mehrere
Mainframes stellen die Dienste bereit, die von anderen Ebenen nicht erbracht
werden können. Sind über Highspeed- LAN wie FDDI oder ATM miteinander
verbunden, zusätzlich mit (2) verbunden.
2
Alternativen für die Zusammenschaltung von LANs
1.
Bedarfsorientierte
(unsystematische) Zusammenschaltung der LANs durch Brücken und Router oder
2.
Systematische
Zusammenschaltung der LANs durch einen Backbone
Konnektoren:
Transceiver und Repeater
Medien: Koaxial, Twisted-Pair,
Glasfaser
Transceiver: Verbindungsglied zwischen dem
Übertragungskabel und dem Endgerät.
Funktionen:
-
Senden/Empfangen
serieller Daten-Bit-Ströme auf/über das Medium
-
Kollisionserkennung
-
Unterbrechen
des Sendevorgangs bei Kollisionen
Repeater: Unterste Ebene vom
ISO – OSI Models
Werden installiert
-
um die Distanz von LAN-Segmenten zu verlängern oder den Übergang
zwischen unterschiedlichen Netzmedien kostengünstig zu ermöglichen.
-
Wenn die Ausdehnung nicht so groß ist, dass Bridge (Preis)
gerechtfertigt
-
Eine Lasttrennung der einzelnen Segmente ist nicht erforderlich, da
wenige Komponenten am LAN angeschlossen sind
-
Zwei Netze sollen direkt über Glasfaser miteinander verbunden
werden.
-
Wenn ein Medienwechsel (z.B von 10Base5 auf 10Base2) notwendig ist
Hauptaufgaben:
-
taktgerechte Signalregenerierung
-
Kollisionserkennung
-
Erzeugen des JAM- Signals
-
Verlängerung von Daten-Fragmenten auf mindestens 96 Bits
-
Seperation fehlerhafter Netzsegmente
Multiport-Repeater: auf diesen lassen sich bis zu acht Cheapernet- oder
Twisted segmente anschließen. In der
Praxis nicht mehr
oft eingesetzt.
Remote-Repeater: es wird die Repeater - Funktion in 2
Repeater – Hälften
aufgeteilt.
Sie werden eingesetzt, wenn 2 Kabelsegmente über
Größere Distanzen miteinander verbunden werden
sollen.
Mithilfe von Repeatern kann man das Netzwerk bis auf das
5fache ausdehnen. Sie verlieren aber immer mehr an Bedeutung, da neuere
Netzwerk-Technologien (Switches) eingesetzt werden.
Bridges: teilen ein Datennetz in kleinerer,
besser überschaubare Einheiten
auf.
Nur Daten, die auf die angeschlossenen Netzwerke zu übertragen
sind, gelangen auch auf andere Teilnetze – Lasttrennung-
Kollisionsverringerung- Performancesteigerung.
Sie arbeiten auf der MAC- Ebene (Media Access Control) der
Schicht 2 des ISO-OSI Models.
Vorteile:
-
bei Übergang von Glasfaser auf Koax keine Beschränkung der
Netzausdehnung -> alle zu übertragenden Daten werden in Bridges
zwischengelagert und es wird eine Regeneration der Daten vorgenommen
-
weltweite Länder/Kontinente übergreifende Kommunikation möglich
-
Realisierung von redundanten Netzkonfigurationen -> es gibt
mehrere Transportwege wobei im Fehlerfall dann ein andere genommen wird.
Token-Ring
Bridges:
Mithilfe des Source- Routing- Verfahrens wird mit der
Information im Datenpaket gleichzeitig die Information über den Transportweg
mit übertragen, so daß die Wegwahlentscheidung auf die Endgeräte verlagert ist.
Der Sender, auch Source genannt, definiert genau den Weg, den ein Frame
zwischen Absender und Ziel zu folgen hat, indem er ein Routing - Information -
Feld, das den kompletten Weg zur Destination beschreibt, in den Header des
Datenpaktes einfügt.
Lokale/Remote Bridges:
Lokale Bridges können physikalisch gleichartige Netzwerke
als auch Übergänge zwischen verschiedenen Medien schaffen. Dadurch wird die
Begrenzung der maximalen Netzreichweite aufgehoben.
Remote- Bridges dienen zum transparenten Verbinden von
entfernt liegenden Teilnetzen über festgeschaltete Verbindungen oder
Wählleitungen in privaten oder öffentlichen Netzen.
Spanning-Tree
Bridges:
Der Spanning Tree Algorithmus dient zur eindeutigen
Festlegung von Übertragungswegen zwischen lokalen Bridges in vermaschten
Ethernet-Strukturen. Beim Ausfall einer Brücke oder im Falle eines Kabelbruches
wird automatisch eine neue Strecke in der Spanning-Tree-Topologie
wiederhergestellt, indem deaktivierte Brücken-Ports aktiviert werden.
Filtering Bridges:
Bridges sind in der Lage, Daten oder bestimmte Ereignisse zu
filtern. Der Betreiber eines Netzwerkes hat damit die Möglichkeit, individuelle
Kommunikationsstrukturen zu realisieren.
Router: Router stellen eine Verbindung zwischen Subnetzen auf Netzwerksebene
(Schicht 3) her. Sie unterstützen: Aufbau- Aufrechterhaltung
und geordneten Abbau einer Ende- zu- Ende Verbindung zweier Endgeräte.
Funktionen:
-
Untergliederung
des Netzwerks in logische Subnetze
-
Ausführung
komplexer Wegwahlfunktionen
-
Interpretation
von Netzwerk-Protokollen (z.B. IP)
-
Fehlerbegrenzung
-
Datenpakete
zusammensetzen oder aufteilen
Fragmentierung: Auf dem Weg zwischen Sender und Empfänger können
Datenpakete
über Netzwerke
geroutet werden, deren max. Paketlänge
geringer
ist als die Länge des zu
transportierenden
Paketes. Daher
muss der Router dieses zu große Paket in
mehrere Teile
zerlegen. Das Zerlegen in kleinere Einheiten
wird als
Fragmentierung bezeichnet.
Einsatz von Routern:
-
bei
vermaschten Netzen mit einem Topologiewechsel
-
wenn
die Funktionalität einer Bridge nicht ausreichend ist
Brouter: sind
Zwitter zwischen Bridges und Routern. Die Bridge Komponente Bridget alle
Datenpakete, die sich mit den aktivierten Schicht-3-Protokollen nicht routen
lassen.
Hub = Konzentrator
oder Sternpunkt in einem Netzwerk. In Hubs kann man mehrere Einschubmodule
einsetzen: Switches, Bridges, Router. Hubs sind somit die Netzwerkknoten
strukturierter Netzwerke.
Stackable-Hubs:
Modulare Hubs:
Switching Hubs:
Distributed
Backbones und Collapsed Backbones siehe Punkt 2.7
Gateways: Verbindung von völlig unterschiedlichen
(Groß-)rechnerwelten
treten
Probleme auf, da
eine Umsetzung über alle 7 Schichten des ISO
-
OSI
Modells erforderlich wird. Diese Funktion wird von Gateways
-
realisiert.
Funktionsweise:
Funktionen bei der Umsetzung:
ändern von
–
Paketformate-
Protokollstrukturen
–
Zeichensätze
–
Paketgrößen
–
Adressinformationen