Die Funktion der CPU

 

Von – Neumann - Architektur

 

Das Funktionsprinzip einer CPU wurde im Jahr 1949 vom Mathematiker John von Neumann erdacht. Die so genannte

Von – Neumann – Architektur besteht im Wesentlichen aus vier Funktionseinheiten:

 

                   Rechenwerk

                   Steuerwerk

                   Speicher

                   Ein – und Ausgabeeinheit

 

Eine weitere wichtige Komponente, das Bussystem, dient der Verbindung der einzelnen Funktionsblöcke.

Die CPU kontrolliert den kontinuierlichen Datenfluss zwischen den einzelnen Funktionseinheiten.

Die Daten entstammen dem Arbeitsspeicher oder den angeschlossenen Geräten (Tastatur, Laufwerk etc.).

Nach der Verarbeitung wird das Ergebnis an den Arbeitsspeicher oder an ein Gerät geschickt.

Die CPU lädt eigenständig den

nächsten auszuführenden Befehl zur Datenverarbeitung.

Die eigentliche Arbeit der CPU ist dann das Berechnen und Verschieben von Daten.

Der Von – Neumann – Rechner arbeitet sequenziell, d.h., Befehle und Daten aus dem Speicher werden Schritt für Schritt

abgearbeitet.

Obwohl diese aus dem gemeinsamen Speicher stammen, existiert nur eine einzige Busverbindung zum Speicher.

Die Busverbindung entpuppt sich bei dieser Architektur als Flaschenhals.

 

Im Zuge einer konsequenten Weiterentwicklung von verbesserter CPU - Modellen versuchten die Hersteller, deshalb

den bekannten Flaschenhals zu erweitern. Dies gelang mit der Entwicklung einer hierarchischen gegliederten

Speicherstruktur, bestehend aus Registern und verschiedenen Cache – Ebenen. Wurde die Befehlsausführung bisher sequenziell

ausgeführt, so wird dies bei den neunen CPU – Generationen weitestgehend parallel erledigt.

Hierzu bestehen mehrere Funktionseinheiten und Ausführungsebenen. Zudem sind weitere Befehle integriert worden, die pro Ausführungszyklus mehrere Datensätze verarbeiten können.

 

 

Funktionsblock

 

Funktion

 

IDU

Instruction Decode Unit

Behfehlsdecoder:

Alle eingehenden Befehle, die den Prozessor als Programm erreichen, werden in einen Mikrocode übersetzt und an die ausführende Einheit übergeben.

EXU

Execution Unit

Ausführungseinheit:

Alle Befehle, die nun im Mikrocode vorliegen, werden ausgeführt.

COL

Control Logic

Kontrolleinheit:

Sie sorgt für einen Kontrolle im Ablauf der Mikrocodes.

BIL

Bus Interface Logic

Bussteuereinheit:

Sie überwacht und steuert den Bus.

ALU

Arithmetic Logic Unit

Arithmentisch logische Einheit:

Sie ist zuständig für die Ausführung arithmetischer ( Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division ) und logischer Rechenoperationen ( UND, ODER, NICHT ).

FPU

Floating Point Unit

Fließkomma – Rechner:

Vom Ihm werden Berechnungen mit Fließkommazahlen durchgeführt.

DC

Data Cache

Daten – Cache – Speicher:

Er dient als schneller Datenzwischenspeicher.

CC

Code Cache

Befehls – Cache – Speicher:

Er dient als schneller Befehlszwischenspeicher

           

Leitwerk / Steuerwerk

Das Steuerwerk ist die mitunter umfangreichste Zusammenfassung unterschiedlicher Funktionsblöcke. Es besteht aus den

verschiedenen Kontrolleinheiten, in denen sämtliche Vorgänge im Computer kontrolliert und gesteuert werden.

 

Befehlsdecoder

Der Befehlsdecoder (IDU – Instruction Decode Unit) ist auf dem Prozessor oft mehrmals in einer parallelen Anordnung vorhanden.

Dies erlaubt eine kürzere Zeitspanne für die Befehlsdurchführung. Auch die Ausführungseinheit (EXU – Execution Unit) ist bei vielen Prozessoren mehrmals vorhanden.

 

Rechenwerk

Zum Rechenwerk gehören neben der ALU (Arithmetic Logic Unit) und der FPU (Floating Point Unit) auch Register, in denen Daten zwischengespeichert werden können. Nur mit Hilfe der arithmetisch/logischen Einheit (ALU – Arithmetic Logic Unit) kann der Prozessor Gleichheits- und Ungleichheitsprüfungen sowie Größenbestimmungen durchführen. Nur dann können alle Anweisungen eines Programms abgearbeitet werden.

 

Fertigungstechniken

Die CPU (Central Processing Unit) – im Deutschen als Hauptprozessor bezeichnet – basiert auf der Mikrochiptechnologie. Bei diesem Fertigungsvorgang werden mehrere Millionen Transistoren. steuerbare elektrische Widerstände – auf einem nur wenige

Quadratzentimerter großen Trägermaterial, dem Mikrochip, implantiert. Hiervon leitet sich die Bezeichnung Mikroprozessor ab.

Die Art und Weise, in der die Transistoren auf dem Mikrochip angeordnet sind, ist entscheidend für die Funktion und das

Aufgabengebiet des Prozessors. Um mechanische Belastungen von außen zu vermeiden, werden die Prozessoren gehäust, d.h. in ein Gehäuse aus Keramik eingegossen. Von außen zugänglich Pins (Kontakte) sorgen für den elektrischen Anschluss.

Dieses Prinzip wird in der Halbleitertechnologie als Integrated Circuit (integrierte Schaltung) , IC, bezeichnet.